Offizielle Seite

Besuchen Sie die offizielle Webseite unter: steuerberatung-christmann.de

Wann innerhalb der Elternzeit Selbstständigen wieviel Elterngeld zusteht und wie es sich mit der grundsätzlichen Berechnung verhält, ist in § 2 des Gesetzes zum Elterngeld (BEEG, Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz, siehe unten) geregelt. Wir beraten Sie gerne hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten.

Die Höhe des Elterngeldes bei Selbstständigen

Elterngeld für Selbständige berechnet sich nach § 2 BEEG folgendermaßen:

1. Es muss das durchschnittliche Netto-Erwerbseinkommen vor der Geburt ermittelt werden.

Wie bei Angestellten kann dies anhand des Erwerbs innerhalb der 12 Monate vor der Geburt, aber auch mittels des letzten Steuerbescheids vom Vorjahr erfolgen – dabei ist der Berechnungszeitraum zu beachten.

Zur Ermittlung des Nettoeinkommens des Selbständigen werden folgende Einkommensarten berücksichtigt:

  • Einkommen bzw. Ertrag aus
    • selbstständiger Arbeit
    • nichtselbstständiger Arbeit
    • Gewerbebetrieb
    • Land- und Fortwirtschaft

In der Regel weist der selbstständige Antragsteller nur das Einkommen bzw. den Ertrag aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb aus.

Abgezogen wird vom o.g. Einkommen/Gewerbeertrag die Steuervorauszahlung (Einkommenssteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer) und ab 2010 auch die Krankversicherung.

Beispiel.: Hat ein Unternehmer ein monatliches Nettoeinkommen von 8.000,- Euro, würde das Elterngeld (67%) theoretisch 5.360,- Euro betragen. Der Selbständige bekommt jedoch wegen der Kappung in diesem Fall die maximalen 1.800,- Euro, die zwar steuerfrei sind, aber die Steuerprogression erhöhen. Als vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzieltes monatliches Einkommen aus Erwerbstätigkeit ist dabei höchstens der Betrag von 2.700 Euro anzusetzen.

2. Es muss das durchschnittliche Nettoeinkommen nach der Geburt ermittelt werden.

  • Ist kein Nettoertrag aus Selbständigkeit vorhanden oder wird das Gewerbe abgemeldet, wird der obige Nettoertrag für die Berechnung des Elterngeldes herangezogen: 67% des Nettoeinkommens, maximal aber 1.800,- Euro
  • Hat der Selbständige nach der Geburt weitere Einnahmen oder wird das Gewerbe weiter betrieben, wird dies nach § 2 Abs. 3 BEEG berücksichtigt. Daher muss man entsprechend die betriebswirtschaftlichen Auswertungen oder Kurzberichte des Steuerberaters für die als Elternzeit beantragten Lebensmonate einreichen. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Berechnung grundsätzlich anders gestaltet, was u.U. einen großen Unterschied machen kann.
    • In diesem Fall sollten Sie sich ausführlich beraten lassen.
Kontaktieren Sie uns für ein ausführliches Beratungsgespräch.

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

Abschnitt 1 – Elterngeld (§§ 1 – 14)

§ 2
Höhe des Elterngeldes
(1) Elterngeld wird in Höhe von 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens aus Erwerbstätigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 1 800 Euro monatlich für volle Monate gezahlt, in denen die berechtigte Person kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt. Als Einkommen aus Erwerbstätigkeit ist die Summe der positiven im Inland zu versteuernden Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit und nichtselbstständiger Arbeit nach § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 des Einkommensteuergesetzes nach Maßgabe der Absätze 7 bis 9 zu berücksichtigen.

(2) In den Fällen, in denen das durchschnittlich erzielte monatliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt geringer als 1 000 Euro war, erhöht sich der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, um die das maßgebliche Einkommen den Betrag von 1 000 Euro unterschreitet, auf bis zu 100 Prozent. In den Fällen, in denen das durchschnittlich erzielte monatliche Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt höher als 1 200 Euro war, sinkt der Prozentsatz von 67 Prozent um 0,1 Prozentpunkte für je 2 Euro, um die das maßgebliche Einkommen den Betrag von 1 200 Euro überschreitet, auf bis zu 65 Prozent.

(3) Für Monate nach der Geburt des Kindes, in denen die berechtigte Person ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt, das durchschnittlich geringer ist als das nach Absatz 1 berücksichtigte durchschnittlich erzielte Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt, wird Elterngeld in Höhe des nach Absatz 1 oder 2 maßgeblichen Prozentsatzes des Unterschiedsbetrages dieser durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommen aus Erwerbstätigkeit gezahlt. Als vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzieltes monatliches Einkommen aus Erwerbstätigkeit ist dabei höchstens der Betrag von 2 700 Euro anzusetzen.

(4) Lebt die berechtigte Person mit zwei Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, oder mit drei oder mehr Kindern, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in einem Haushalt, so wird das nach den Absätzen 1 bis 3 und 5 zustehende Elterngeld um 10 Prozent, mindestens um 75 Euro, erhöht. Zu berücksichtigen sind alle Kinder, für die die berechtigte Person die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 und 3 erfüllt und für die sich das Elterngeld nicht nach Absatz 6 erhöht. Für angenommene Kinder und Kinder im Sinne von § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 gilt als Alter des Kindes der Zeitraum seit der Aufnahme des Kindes bei der berechtigten Person. Die Altersgrenze nach Satz 1 beträgt bei behinderten Kindern im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch jeweils 14 Jahre. Der Anspruch auf den Erhöhungsbetrag endet mit dem Ablauf des Monats, in dem eine der in Satz 1 genannten Anspruchsvoraussetzungen entfallen ist.

(5) Elterngeld wird mindestens in Höhe von 300 Euro gezahlt. Dies gilt auch, wenn in dem nach Absatz 1 Satz 1 maßgeblichen Zeitraum vor der Geburt des Kindes kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit erzielt worden ist. Der Betrag nach Satz 1 wird nicht zusätzlich zu dem Elterngeld nach den Absätzen 1 bis 3 gezahlt.

(6) Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das nach den Absätzen 1 bis 5 zustehende Elterngeld um je 300 Euro für das zweite und jedes weitere Kind.

(7) Als Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit ist der um die auf die Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit entfallenden Steuern und die aufgrund dieser Erwerbstätigkeit geleisteten Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung in Höhe des gesetzlichen Anteils der beschäftigten Person einschließlich der Beiträge zur Arbeitsförderung verminderte Überschuss der Einnahmen in Geld oder Geldeswert über die mit einem Zwölftel des Pauschbetrags nach § 9a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes anzusetzenden Werbungskosten zu berücksichtigen. Im Lohnsteuerabzugsverfahren als sonstige Bezüge behandelte Einnahmen werden nicht berücksichtigt. Als auf die Einnahmen entfallende Steuern gelten die abgeführte Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, im Falle einer Steuervorauszahlung der auf die Einnahmen entfallende monatliche Anteil. Grundlage der Einkommensermittlung sind die entsprechenden monatlichen Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Arbeitgebers. Kalendermonate, in denen die berechtigte Person vor der Geburt des Kindes ohne Berücksichtigung einer Verlängerung des Auszahlungszeitraums nach § 6 Satz 2 Elterngeld für ein älteres Kind bezogen hat, bleiben bei der Bestimmung der zwölf für die Einkommensermittlung vor der Geburt des Kindes zu Grunde zu legenden Kalendermonate unberücksichtigt. Unberücksichtigt bleiben auch Kalendermonate, in denen die berechtigte Person Mutterschaftsgeld nach der Reichsversicherungsordnung oder dem Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte bezogen hat oder in denen während der Schwangerschaft wegen einer maßgeblich auf die Schwangerschaft zurückzuführenden Erkrankung Einkommen aus Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise weggefallen ist. Das Gleiche gilt für Kalendermonate, in denen die berechtigte Person Wehrdienst nach Maßgabe des Wehrpflichtgesetzes oder des Vierten Abschnitts des Soldatengesetzes oder Zivildienst nach Maßgabe des Zivildienstgesetzes geleistet hat, wenn dadurch Erwerbseinkommen ganz oder teilweise weggefallen ist.

(8) Als Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit ist der um die auf dieses Einkommen entfallenden Steuern und die aufgrund dieser Erwerbstätigkeit geleisteten Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung einschließlich der Beiträge zur Arbeitsförderung verminderte Gewinn zu berücksichtigen. Grundlage der Einkommensermittlung ist der Gewinn, wie er sich aus einer mindestens den Anforderungen des § 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes entsprechenden Berechnung ergibt. Kann der Gewinn danach nicht ermittelt werden, ist von den Einnahmen eine Betriebsausgabenpauschale in Höhe von 20 Prozent abzuziehen. Als auf den Gewinn entfallende Steuern gilt im Falle einer Steuervorauszahlung der auf die Einnahmen entfallende monatliche Anteil der Einkommensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Auf Antrag der berechtigten Person ist Absatz 7 Satz 5 und 6 entsprechend anzuwenden.

(9) Ist die dem zu berücksichtigenden Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit zu Grunde liegende Erwerbstätigkeit sowohl während des gesamten für die Einkommensermittlung vor der Geburt des Kindes maßgeblichen Zeitraums als auch während des gesamten letzten abgeschlossenen steuerlichen Veranlagungszeitraums ausgeübt worden, gilt abweichend von Absatz 8 als vor der Geburt des Kindes durchschnittlich erzieltes monatliches Einkommen aus dieser Erwerbstätigkeit der durchschnittlich monatlich erzielte Gewinn, wie er sich aus dem für den Veranlagungszeitraum ergangenen Steuerbescheid ergibt. Dies gilt nicht, wenn im Veranlagungszeitraum die Voraussetzungen des Absatzes 7 Satz 5 und 6 vorgelegen haben. Ist in dem für die Einkommensermittlung vor der Geburt des Kindes maßgeblichen Zeitraum zusätzlich Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt worden, ist Satz 1 nur anzuwenden, wenn die Voraussetzungen der Sätze 1 und 2 auch für die dem Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit zu Grunde liegende Erwerbstätigkeit erfüllt sind; in diesen Fällen gilt als vor der Geburt durchschnittlich erzieltes monatliches Einkommen nach Absatz 7 das in dem dem Veranlagungszeitraum nach Satz 1 zu Grunde liegenden Gewinnermittlungszeitraum durchschnittlich erzielte monatliche Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit. Als auf den Gewinn entfallende Steuern ist bei Anwendung von Satz 1 der auf die Einnahmen entfallende monatliche Anteil der im Steuerbescheid festgesetzten Einkommensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer anzusetzen.

Sofern alle Vorraussetzungen erfüllt sind, wird das Elterngeld in Trier wird vom Jugendamt Trier bewilligt und ausgezahlt.

Ein ausführliches PDF gibt es unter http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Elterngeld-und-Elternzeit,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

Kontaktieren Sie uns für ein ausführliches Beratungsgespräch.

Sie suchen einen Steuerberater in Trier?

Als inhabergeführte Kanzlei in Trier richten wir uns wirtschafts- und steuerberatend an Privatkunden, Angehörige der freien Berufe, sowie an Unternehmen der verschiedensten Branchen und Rechtsformen.

Wenn Sie auf kompetente und individuelle Steuerberatung Wert legen und einen Steuerberater als festen Ansprechpartner für Ihre steuerlichen Belange suchen, sind Sie bei uns genau richtig.

Wir bieten Ihnen die gesamte Bandbreite der modernen Steuerberatung.

Ihr persönlicher Kontakt

Stefan Christmann Stefan Christmann,
Diplom Betriebswirt (FH), Steuerberater

Christmann Steuerberatung
Max-Planck-Straße 24
54296 Trier

Tel.: 0651 - 46 29 58 90
Fax.: 0651 - 46 29 58 93

Webseite: Steuerberater Trier
E-Mail: kontakt@stb-sc.de
Kategorien